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    20.07.2018: „In das öffentliche Gesundheitswesen investieren und einen ergänzenden Fonds für alle schaffen!“

    Private Sanität

    Für das Gesundheitswesen sind in der Region Trentino-Südtirol im Jahr 2016 pro Kopf 2.328 Euro ausgegeben worden. Damit stehen wir im nationalen Vergleich sehr gut da, liegen aber unter den Kopf-Ausgaben Österreichs oder Deutschlands. Was hingegen überrascht, sind die Ausgaben für private Gesundheitsleistungen: diese schlagen durchschnittlich mit über 1.000 Euro jährlich pro Kopf zu Buche.

    Die Bedeutung der privaten Gesundheitsbetreuung nimmt auch in Südtirol laufend zu, nicht zuletzt aufgrund der Wartezeiten im öffentlichen Gesundheitswesen.

    Wir riskieren auf eine Entwicklung zuzusteuern, in der das Recht auf Gesundheit immer mehr ein Privileg für jene wird, die es sich leisten können.

    Der SGBCISL fordert seit Jahren, dass zum einen das öffentliche Gesundheitswesen verbessert wird, und zum anderen dass es zusätzlich auch einen territorialen Gesundheitsfonds braucht, welcher der breiten Bevölkerung den Zugang zu ergänzenden Leistungen ermöglicht.

    Wir möchten damit das Recht auf Gesundheit aller Bürger gewährleisten und vermeiden, dass in Zukunft nur mehr jene Personen, die auch das Geld dafür haben, ohne lange Wartezeiten Zugang zu qualitativ hochwertigen Leistungen haben.

    Wir erwarten, dass die nächste Landesregierung und die Arbeitgeberverbände die Notwendigkeit der Einrichtung eines solchen territorialen Fonds erkennen und entsprechend fördern und vorantreiben – im Interesse der gesamten Bevölkerung.