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    13.12.2018: Es braucht Zusatzverträge für höhere Einkommen!

    Einkommen

    In Südtirol steigt die Erwerbstätigenquote laut ASTAT weiter an. Gleichzeitig geht aus einer ISTAT-Untersuchung der Einkommen im Privatsektor hervor, dass die Stundenlöhne in Südtirol um 0,75 Euro über dem gesamtstaatlichen Durchschnitt liegen. Im Industriebereich liegt Südtirol demnach über dem staatlichen Durchschnitt (+0,95 Euro/Stunde), im Dienstleistungsbereich hingegen darunter (- 0,42 Euro/h). Des Weiteren gilt: je größer der Betrieb desto höher die durchschnittliche Entlohnung.

    In Südtirol sind 72% der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich beschäftigt. 94% der Betriebe hat weniger als 10 Beschäftigte.

    Die Lebenshaltungskosten in Südtirol sind mit jenen von Großstädten vergleichbar. Das bedeutet, dass den im Vergleich zum restlichen Staatsgebiet etwas höheren Einkommen erheblich höhere Lebenshaltungskosten gegenüberstehen. Insbesondere die hohen Wohnkosten fallen stark ins Gewicht.

    Dies zeigt, dass eine Arbeit zu haben vielfach nicht reicht. Um die Lebensqualität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Südtirol zu verbessern braucht es mehr lokale Vertragsverhandlungen für höhere Löhne und mehr ergänzende Wohlfahrtsleistungen.

    Den von den Arbeitgeber/innenverbänden geäußerten guten Absichten sollten 2019 auch Taten folgen.