Aktuelles
    12.05.2017: Kindergärtnerinnen protestieren für bessere Arbeitsbedingungen und gegen den Stellenabbau

    Kindergartenbereich

    Am 10. März haben die Kindergärtnerinnen – mit Regenschirmen als Symbol ihres Protests – in Bozen vor dem Landtag für die Aufnahme der Bereichsverhandlungen, für bessere Arbeitsbedingungen und gegen den Stellenabbau im Kindergarten protestiert.

    Die Fachgewerkschaften im Öffentlichen Dienst hatten das pädagogische Fachpersonal der Kindergärten aller drei Sprachgruppen aufgerufen, sich am Silvius-Magnago-Platz in Bozen zu einer Kundgebung mit Flashmob zu versammeln, um erneut auf die Situation in den Kindergärten aufmerksam zu machen.

    Etwa vor einem Jahr standen KindergärtnerInnen und pädagogische MitarbeiterInnen an derselben Stelle, um die Anliegen des pädagogischen Fachpersonals aufzuzeigen. In diesem Zeitraum haben die Gewerkschaften einen Übergangsvertrag zu einer vorübergehenden Arbeitszeitregelung mit der Absicht abgeschlossen, gleich im Herbst 2016 mit den Verhandlungen zum umfassenden Bereichsvertrag zu beginnen. Dieses Vorhaben ist allerdings bis heute trotz vieler Treffen mit den zuständigen Verantwortlichen der Verwaltung noch nicht gelungen. Deshalb fordern die Gewerkschaften nun in erster Linie die sofortige Aufnahme der effektiven Bereichsverhandlungen.

    Es kann und darf nicht sein, dass immer wieder wichtige Personalanliegen aufgeschoben werden, so die Fachgewerkschaften. Weitere Forderungen sind:
    - kein Stellenabbau im Kindergarten, denn die stetig steigenden Anforderungen an das pädagogische Fachpersonal im Kindergarten verlangen entsprechendes Personal,
    - die Abdeckung der verlängerten Öffnungszeiten mit zusätzlichem Personal, denn es darf nicht sein, dass die Öffnungszeiten des Kindergartens immer weiter ausgedehnt werden mit gleichbleibenden Fachpersonal,
    - die ständige Anwesenheit von zwei Fachkräften pro Gruppe, um den Bedürfnissen der Kinder nachzukommen und ihre Sicherheit zu gewährleisten. In einer Kindergartengruppe sind Kinder vom 2. bis zum 6. Lebensjahr anwesend und die Bedürfnisse sind dementsprechend unterschiedlich,
    - die Verringerung der Gruppengröße.

    Diese Anliegen sind eine Grundvoraussetzung, um auch in Zukunft dem Personal eine qualitativ hochwertige Arbeit mit den Kindern zu ermöglichen und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.

    Die Fachgewerkschaften fordern ein neues umfassendes Organisationsmodell des Kindergartens. Keine Stellenkürzungen ohne vorhergehendes durchdachtes Kindergartenmodell. Im Zusammenhang mit der verlängerten Öffnungszeit kurzfristig weiteres Zusatzpersonal. Die Kopräsenz zweier pädagogischer Fachkräfte. Verringerung der Kinderanzahl je Kindergartengruppe.