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    28.08.2017: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: Weniger reden, mehr handeln

    Gesundheitsschutz

    Aus der am 23.8.17 vorgestellten Studie des AFI-IPL zu den körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz gehen zum Teil erschreckende Zahlen für Südtirol hervor. Diese müssen Anlass zum Handeln geben! Es braucht mehr Ressourcen für konkrete Maßnahmen, vorrangig in den Bereichen Weiterbildung sowie Vorbeugung.

    Südtirol schneidet bei den körperlich belastenden Einflüssen aus der Arbeitsumgebung vielfach schlechter ab als Italien, Österreich, Deutschland und die Schweiz. Vereinzelt liegt Südtirol sogar über dem EU-Durchschnitt.

    Zu den untersuchten Belastungsfaktoren gehören  z.B. Lärm, Vibrationen, zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, Rauch und Abgase.

    Das Ergebnis der Studie beweist, dass das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Südtirol unterschätzt wird. Aus der Studie geht zudem hervor, dass es an Verantwortungsbewusstsein und an Prävention mangelt.

    In Sachen Arbeitssicherheit wird viel geredet und ständig polemisiert. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht meist die – teilweise berechtigte – Kritik an der überzogenen Bürokratie. Dabei müssten vielmehr die Förderung der Gesundheit und die Verbesserung des Gesundheitsschutzes sowie  Prävention- und Schulungsmaßnahmen im Vordergrund stehen und konkreter angegangen werden.

    Eine grundlegende Rolle muss dabei das entsprechende Landeskoordinierungskomitee haben. Den gesetzlichen Rahmen gibt es bereits, es braucht keine weiteren Gesetze.

    Südtirol ist auch deshalb ein blühendes Land, weil gut, viel und hart gearbeitet wird. Da ist es angebracht, mehr Verantwortungsbewusstsein und Weitblick zu beweisen, und einen angemessenen Teil der zur Verfügung stehenden Ressourcen für Maßnahmen einzusetzen, welche den Schutz der Sicherheit und der Gesundheit der Beschäftigten verbessern bzw. fördern.